Kommunale Gebäudesanierung mit textilbewehrtem Beton

News veröffentlicht am 18:25:31 22.06.2009

Der große Sanierungsbedarf öffentlicher Gebäude ist seit langem bekannt und im Rahmen der Fördergelder aus dem Konjunkturpaket II besteht nun auch die Möglichkeit diesem zügig Abhilfe zu schaffen. Hering sieht dafür eine Innovation im Bau und der Sanierung von Fassaden vor. Textilbewehrte Betonfertigteilelemente werden auf eine bereits bestehende Fassade montiert und lassen diese im neuen Glanz erscheinen.

Textilbewehrte Betonbauteile erlauben einen enorm sparsamen Umgang mit der Betondeckung. Dadurch ergeben sich schlanke, großformatige und relativ leichte Elemente, die während des gesamten Herstellungs- und Montageprozesses gut manövrierbar sind.

Hering ist schon seit über 35 Jahren mit der Entwicklung, Herstellung und Montage von Fassadenelementen aus Architekturbeton vertraut. In einem früheren Projekt mit der TU Dresden wurde bereits eine kleinformatige, textilbewehrte Betonwerksteinplatte zur Fassadenverkleidung und Sanierung entwickelt und unter dem Produktnamen betoShell® erfolgreich vermarktet.

Im Rahmen eines weiteren Forschungsprojektes an der RWTH Aachen fand eine Weiterentwicklung dieses Produkts statt. Zum Abschluss des Projektes wurden am Pilotobjekt, einem Neubau für das Institut für Massivbau der RWTH Aachen, erstmals großformatige textilbewehrte Elemente montiert. Damit steht dem Markt nun eine Vorhangfassade zur Verfügung, deren Einzelelemente bei 12 qm Fläche nur 35 mm Plattendicke aufweisen.

Indem die Transportkosten durch das geringere Gewicht der Einzelelemente niedriger ausfallen, wirken sich weite Anlieferungsstrecken weniger negativ auf die Vermarktbarkeit aus. Die Vielseitigkeit der Betonmischung und die Schlankheit der Einzelelemente machen die textilbewehrte Vorhangfassade zu einer attraktiven Option überall dort, wo eine Verkleidung nötig oder gewünscht ist – sei es bei Neubauten oder im Zuge von energetischen Fassadensanierungen. Wenn etwa ein Altgebäude durch eine Zusatzdämmung aufgewertet werden soll, fällt mit einer textilbewehrten Vorhangfassade der Volumenzuwachs deutlich geringer aus als bei Stahlbeton.

Nach dem Abschluss des Forschungsprojekts mit der RWTH Aachen vermeldet Hering nun die erste Beauftragung für die neu entwickelte Vorhangfassade: Ab März 2010 werden an der Chirurgischen Klinik Ulm 240 geschosshohe Fassadenelemente mit einer Dicke von nur 30 mm montiert.

Weiter Informationen erhalten Sie auf unserer Website unter folgendem Link: Sanierungen

 




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