Herzensprojekt Trauerhaltestelle: Ein Jahr danach

Bereits letztes Jahr im Sommer haben wir über das Projekt Trauerhaltestelle am weltweit größten Parkfriedhof der Welt, in Hamburg-Ohlsdorf, berichtet. Nun ist schon ein Jahr vergangen und seit dem Tag der „Eröffnung“ geht die Trauerhaltestelle ihren eigenen Weg.

Die Trauerhaltestelle ermöglicht eine neue und zeitgemäße Form des Gedenkens, der individuellen Trauersituationen gerecht wird.  Die Trauerhaltestelle steht jedem offen. Das Hinterlassen von Botschaften, das Gestalten und Ablegen von kleinen Gegenständen, das stille Verweilen oder die gemeinsamen Gespräche - all das ist in und rund um der Trauerhaltestelle möglich.

Die Anerkennung der Trauerhaltestelle ist bewegend. Viele Besucher*innen können mit der zur Verfügung gestellten Kreide die Trauerhaltestelle selbst gestalten. Verblassende Nachrichten werden durch neue ausgetauscht. So wirkt der Platz jedes Mal wie verwandelt, lebendig und leuchtet in neuem Glanz. Die stetig wechselnden Jahreszeiten tun ihr Übriges dazu.

Trauer braucht ihren Raum. Durch ihre Architektur und Gestaltung aus der Friedhofslandschaft sticht die Trauerhaltestelle hervor. Im Auftrag des Kuratoriums der Deutschen Bestattungskultur e.V. durften wir für dieses einzigartige Projekt die Betonelemente produzieren, liefern und montieren. Insgesamt bilden sechs beige Betonelemente und ein Deckenteil die zwei massiven „Betonklammern“, welche das Innere trotz des öffentlichen Zugangs vor neugierigen Blicken schützen.

Schön zu sehen ist es, dass sogar nach einem Jahr keine Vandalismusschäden oder unsachgemäßes Verhalten zu verzeichnen sind.

Wir sind froh darüber, ein Teil dieses besonderen Projekts gewesen zu sein und freuen uns, dass die Trauerhaltestelle ihren Platz gefunden hat und von allen sehr gut angenommen wird.

(Fotos: ®Katharina Roggmann / Stiftung Deutsche Bestattungskultur)

 


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